Wladimir und Susdal

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Moskau und Umgebung im Mai und nach dazu während der Feiertage - was für ein Glück, die Stadt im Frühling zu erleben und zu spüren, wie sie ihre Glieder reckt und streckt, um die Wintermüdigkeit endgültig abzuschüttel, ob in Wladimir, Susadal oder Moskau selbst...

In der sanften Hügellandschaft nordöstlich Moskaus bis hin zur Wolga im Osten ist das alte heilige Russland mit seinen zahlreichen Kirchen und Klöstern lebendig geblieben. Bezaubernd ist der "Goldene Ring", eine Kette altrussischer Städte, die sich von Sergijew Possad über die Wolgastädte Jaroslawl und Kostroma bis hin nach Wladimir und Susdal zieht. Hier wurde der für die altrussische Architektur charakteristische, von byzantinischen Vorbildern inspirierte Baustil geprägt. Susdal spielte als Zentrum des Großfürstentums eine bedeutende Rolle in der Geschichte des mittelalterlichen Russland. Heute steht die fast ganz aus Holzhäusern bestehende Märchenstadt mit dem altertümlichen Kreml und den vielen Klöstern komplett unter Denkmalschutz.

Moskau und Metro

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Die Moskauer Metro ist nicht nur ein effizientes Fortbewegungsmittel in Moskau, sodern auch eine Sehenswürdigkeit für sich. Gebaut anfangs 1930, sind einige der Stationen prunkvoll mit Marmor, Mosaiken und Statuen geschmückt. Wohl kein Land der Welt kann mit Metrostationen aufwarten, die eher einem Palast oder einer Kirche gleichen als einem Bahnhof. Die berühmtesten Stationen sind Mayakovskaya (1938-39), Komsomolskaya (1952), Kievskaya (1954), Novoslobodskaya (1950), Ploshchad Revoljutsii (1939).

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Während das Moskauer Zentrum am 9. Mai weitgehend abgesperrt war, konnten im Siegespark und vor dem Historischen Museum alle mit Tänzen, Musik und den ersten Sonnenstrahlen ausgelassen feiern. Auch auf dem leider inzwischen fast klinisch reinen Arbat war einiges los...

Gesichter

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Dass man mitunter Gesichter verwechselt, hat seinen Grund darin,
dass das wirkliche Bild verdunkelt wird von dem geistigen Bild, das ihm entspringt.
Charles Baudelaire, (1821 - 1867), französischer Dichter und Ästhetiker

Basilius Kathedrale

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Die Basilius Kathedrale ist ein einzigartiges Meisterwerk der altrussischen Baukunst aus dem 16. Jahrhundert und das Symbol Moskaus oder ganz Russlands schlechthin. Собор Василия Блаженного oder Храм Василия Блаженного oder auch Собор Покрова Богородицы на Рву ist der russische Name.
Mit dem Bau der Kathedrale wurden geniale russische Meister Barma und Postnik beauftragt. Der Legende nach war Zar Iwan der Schreckliche von deren Schöpfung so sehr beeindruckt, dass er die beiden Meister erblinden ließ, damit sie nichts Schöneres kreieren können. Die von Außen groß wirkende Basilius Kathedrale ist im Inneren so eng, dass größere Festmessen vor der Kirche abgehalten wurden mussten, damit alle Gläubigen teilnehmen konnten. Kleine schummrige Kapellen sind mit engen verwinkelten Gängen verbunden. Die Wände schmückt feines Blumenmuster aus dem 17. Jahrhundert, das an das Paradies erinnern soll.

Altes und neues...

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Moskau ist eine Stadt der Widersprüche. Abgerissen wird das ehemalige Hotel "Rossija", die ehemalige Nr. 1 unetr den Moskauer Hotels, während die in seinem Schatten stehende kleine Kirche auch die nächsten Jahrhunderte, ob nun mit oder ohne Hotels, überdauern wird.
Auf dem Gelände der Schokoladenfabrik „Krasny Oktjabr“ soll ein neues Kunstzentrum, die „ART-Strelka“, eröffnen. Die ehemalige Industriezone am Ufer des Moskwa-Flusses in der Nähe des Kremls soll zum Kulturbezirk Moskaus werden. Die Stifter des Zentrums nahmen sich die Entwicklung des südlichen Manhattan zum Vorbild, wo aktuelle Kunst ein Teil des Lebens in der Stadt wurde.