Also wennschon eine spektakuläre Tour geplant wird, dann sollte man tatsächlich auch versuchen, alles `reinzupacken, was in sechs Wochen machbar ist - so jedenfalls unsere Planung. Und schon begannen erste kleinere Probleme:
Es ist nämlich nahezu aussichtslos, eine gute und zusammenhängende Karte oder einen Atlas von Gesamtrussland zu bekommen. Alle Versuche, bei diversen Buchhändlern oder Online-Shops etwas zu erwerben, dass den üblichen (was immer das sein mag) Anforderungen entspricht, schlugen fehl. Das betrifft dabei selbstverständlich auch die bekannten Geografieverlage, die ja lt. Eigenwerbung immer und alles im Angebot haben.
Wir haben uns dann schließlich für einen Autoatlas entschieden, den wir im Haus des internationalen Buches in Moskau für bald 1000 Rubel gekauft haben. Allerdings zeigte sich bei genauerem Hinsehen, dass da wohl ein halbes Dutzend Atlanten zu einem neuen Großatlas zusammengebunden wurden. Aber: besser als gar nichts. Hätten wir gewusst, dass es dieses über 2 kg schwere Monstrum auch bequem über diverse online shops gibt, hätten wir uns diese Aufwand allerdings sparen können....

Unsere Route war zunächst indikativ und diente uns auch zunächst nur als eine grobe Orientierung. Denn es gab doch unterwegs eine menge Dinge, die uns mehr oder weniger große "Abstecher" machen ließen. Aber so sah zunächst unsere Planung aus:

Exkurs Kasachstan

Obwohl die Reise unter der großen Überschrift stand: Chemnitz - Wladiwostok, wollten wir nicht durchgängig in Russland bleiben, sondern einen Umweg über Kasachstan nehmen. Das Land ist allemal eine Reise wert, bietet wunderbare Landschaften voller Gegensätze, Seen und das Kaspische Meer aber auch Gebirge, wie den Tien Shan oder den Altai.
Da wir für unseren Trip nur insgesamt 6 Wochen geplant hatten, kann unser Umweg nach Kasachstan bestenfalls einige wenige Tage dauern. Vorgenommen hatten wir uns, durch die "Hungersteppe" zu fahren, den Altai zu besuchen und über Semipalatinsk wieder auszureisen. Schade, dass der Grenzübergang bei Ridder (früher Leninogorsk) nur für Russen und Kasachen im kleinen Grenzverkehr geöffnet ist, denn das wäre eine prima Abkürzung auf dem Weg in den Altaiski Krai gewesen.