Wer sich in Gefahr begibt...

kommt leicht darin um`s Leben.

Im folgenden sind einige Aspekte zu möglichen Versicherungen zusammengestellt, über die man vor Antritt einer Reise nicht nur nachdenken sollte. Was davon tatsächlich sinnvoll und effektiv ist, hängt vom Sicherheitsempfinden und - bedürfnis eines jeden einzelnen ab. Denn Fakt ist: eine Versicherung kann bestenfalls dazu beitragen, die finanziellen Auswirkungen eines Schadenfalls zu mindern, niemals aber ein Unglück an sich verhindern.

Bleibt zu hoffen, dass der persönliche Schutzengel immer schnell und tief genug mitfliegt...

Krankenversicherung

Schon bei der Antragstellung zum Visum muss man eine Auslandskrankenversicherung für Russland nachweisen. Zugelassen sind die meisten deutschen Versicherunngen bzw. alles was in dieser Branche Rang und Namen hat; eine entsprechende Liste gibt es auf der Webseite der russischen Botschaft unter diesem Link.

Unfallversicherung

Der Abschluss einer zusätzlichen Unfallversicherung ist im allgemeinen nicht erforderlich, da die in Deutschland angebotenen Policen üblicherweise einen weltweiten 24-h-Schutz anbieten. Problematisch dürfte allerdings die Berücksichtigung des "Kleingedruckten" sein, was die unverzügliche Meldung des Schadens (Unfalls) an die deutsche Assekuranz betrifft. Wer das verpasst, verliert womöglich recht schnell seine Ansprüche.

Kfz.-Versicherung

Die sog. "grüne Karte" der Versicherung, in der üblicherweise der Versicherungsschutz auch im Ausland bestätigt wird, nützt in Russland aus zweierlei Gründen nur bedingt:

1. Jedes ausländische Fahrzeug muss bei Grenzübertritt eine russiche Kfz.-Versicherung abschließen. Ausnahmen gibt es nicht - völlig unabhängig davon, ob eine deutsche Police vorhanden ist oder nicht. Selbst eine notariell beglaubigte Übersetzung wird nicht anerkannt.
2. Die deutschen Versicherungen geben nur eine Deckung für den europäischen Teil Russlands. Der asiatische Teil nach dem Ural, wird von deutschen Gesellschaften explizit hinsichtlich des Versicherungsschutzes ausgeschlossen. Auch in Deutschland tätige russische Versicherungen, wie die "Schwarzmeer und Ostsee Versicherungs-Aktiengesellschaft SOVAG" oder spezielle Reiseversicherer nehmen dieses Risiko nicht in Deckung.

Dabei kann es passieren, dass auf der "grünen Karte" Russland als mitversichertes Gebiet aufgeführt ist, aber in den AGB der Versicherungsschutz für Asien ausgeschlossen wird. Wer aber mehr als 4 Wochen über eine russische Police in Russland versichert und unterwegs ist, bekommt im allgemeinen seinen Versicherungsbeitrag anteilig zurück erstattet, wobei das von den einzelnen Gesellschaften unterschiedlich gehandhabt wird.

In Kasachstan gibt es keine Haftpflicht für Autos. Wenn man die Gelegenheit hat, sollte man sich aber trotzdem um eine Police bemühen, denn besser man hat, als man hätte - auch wenn im Schadensfall die Versicherung vielleicht nicht zahlt. Aber hier beginnt tatsächlich das Reich der Imagination und wir hoffen einfach nur, dass unser Schutzengel tief und lange genug mit uns fliegen wird... Und wenn schon die Haftpflichtdeckung so kompliziert ist, erübrigt sich damit schon das bloße Nachdenken über einen Kasko-Schutz.

Schutzbriefversicherung

kann Sinn machen, wenn durch den Anbieter nicht irgendwo im Kleingedruckten wieder Sibirien oder Asien ausgeschlossen ist - deshalb genauestens prüfen oder besser noch: von der Versicherung schriftlich bestätigen lassen!
Die ADAC-Bedingungen sehen beispielsweise ebenfalls diese Einschränkungen vor.

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Weltweite Schutzbriefleistungen für Sie und Ihre Familie:
Krankenrücktransport, Übernachtungskosten, Kosten für Krankenbesuch, Heimholung von Kindern, Kosten für außerplanmäßige Heimreise, Hilfe in besonderen Notfällen, Rückholung von Haustieren, Arzneimittel- und Brillenversand (nur ins Ausland), Hilfe bei Verlust von Reisedokumenten (nur im Ausland), Hilfe bei Sprachproblemen/Dolmetscher-Service (nur im Ausland), Fahrerservice (nur in Europa).
Europaweite Schutzbriefleistungen bei Ausfall des Fahrzeuges
Pannen- und Unfallhilfe, Hilfe bei verlorenen oder defekten Fahrzeugschlüsseln, Abschleppen, Bergung, Übernachtungskosten , Kosten für Kurzfahrten, Rückfahrkosten (Bahn, Flug, Mietwagen), Fahrzeugtransport, Personentransport, "Pick-up Service" (nur in Deutschland), Ersatzteilversand (nur ins Ausland), Fahrzeugverzollung- und verschrottung (nur im Ausland). "


Ergo: so lange etwas in Europa passiert, hilft der ADAC relativ problemlos. In Sibirien oder Kasachstan sieht es dagegen schlecht aus. Pech, wer sich dann auf seinen Schutzbrief verlassen hat...